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Das Universum 
Terranische Union 
Zeittafel 2296-2308 
Die Jahre 2301-2308 
Staatsstreich: '07 
Das Jahr 2307: Staatsstreich im Geheimen
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Februar:
Die UTSS Discovery, das Forschungsschiff der gleichnamigen Mission, startet in unterer Richtung und verlässt zwei Wochen später den offiziellen Raum der Union auf der Suche nach Spuren von Spezies X. Um eine Funkverbindung zur Terranischen Union zu gewährleisten, stellt das Schiff jenseits der Grenze im Abstand von mehreren Sprüngen Kommunikationsrelais auf.
Präsident Hellingam lädt Imperatrix Knéthassréhd ShorraŽ zur 200-Jahrsfeier der Gründung von Port Apache, der Kolonie in Epsilon Indi, ein. Dies geschieht zum Teil als Revanche für die Einladung zur Volljährigkeitsfeier der Delress, zum Teil aber auch, um die - teilweise scheinbar durch gegenseitige Spionage bedingten - immer häufiger vorkommenden Zwischenfälle in der Nähe der neutralen Zone besprechen zu können. Ebenfalls eingeladen ist der Kanzler der Republik Arnesh, X'ptclan, als Demonstration der guten Beziehung zwischen den Völkern. Beide akzeptieren unter der Bedingung, zum Schutz der Staatsführer ein paar Geleitschiffe in den Kernbereich entsenden zu dürfen, da trotz Sogminen immer noch einige Tsrit-Schiffe im Raum der Union umherfliegen.

März:
Bei der Hinreise zur Feier in Epsilon Indi wird der Konvoi der Delress von Tsrit angegriffen. Hierbei handelt es sich jedoch glücklicherweise um kleinen Zwischenfall, da der Angriff nur von einer Handvoll schlecht ausgerüsteter Schiffe geführt wurde. Die während der Feier geführten Gespräche erweisen sich als äußerst ungewöhnlich: Kanzler X'ptclan merkt vor, dass er wahrscheinlich in absehbarer Zeit vorhat, von einer bisher nie genutzten Regelung des überarbeiteten Staatsvertrages von 2239 Gebrauch zu machen und die Raumflotte um Unterstützung zu bitten. Mit Delress Knéthassréhd ShorraŽ kommt Hellingam jedoch zu keiner Einigung, was die Problematik an der neutralen Zone angeht. Eine Verminung der Grenze wird ebenfalls abgelehnt. Lediglich auf eine leichte Verstärkung der Kontrollen auf beiden Seiten der Zone können sich die beiden Staatsführer einigen, da auch immer wieder angebliche Berichte über die Piratenbasis Skull's Haven auftauchen.

April:
Das Forschungsschiff UTSS Discovery meldet sich nicht mehr. Die letzte Meldung der Forscher bestand darin, nach der bisher erfolglosen Suche Kurs auf ein neues zu untersuchendes Sternensystem nehmen zu wollen. Die komplette Kommunikationsstrecke steht noch für fünf Tage, danach fallen im Abstand von 2 Stunden die Satelliten der Reihe nach aus, der entfernteste zuerst. Ein Aufklärer, welcher die Position des am nächsten gelegenen Kommunikationsrelais untersuchen soll, kann den Satelliten nicht wiederfinden; nicht einmal Trümmerteile werden gefunden, geschweige denn eine Spur, wo der Satellit sein könnte oder was mit ihm geschehen ist.
Die Medien verbreiten die Nachricht, dass Präsident Hellingam angeblich von einigen namhaften Konzernen Schmiergelder empfangen haben soll, und erzeugen einen gewaltigen Wirbel in der Union. Die Gelder stammen angeblich primär vom lengroahtischen Waffenkonzern CNK sowie den menschlichen Konzernen Tay Chen und Lunastar. John Hellingam beteuert zunächst seine Unschuld und bezeichnet die Informationen als Lüge und als Versuch, seine Position zu schwächen. Als jedoch CNK zugibt, dem Präsidenten einige "Freundschaftsgeschenke" überliefert zu haben, gesteht Hellingam zumindest diesen Teil notgedrungen ein. Von den Konzernen Tay Chen und Lunastar sind keine offiziellen Stellungnahmen zu erhalten, man hofft jedoch, dass "sich Präsident Hellingam seines Amtes und seiner Lage entsprechend verhalten" werde.

Mai:
Immer neue Details über die Schmiergeldaffäre werden aufgedeckt, wodurch Hellingams Rückhalt in der Bevölkerung weiter dahinschwindet. Angeblich sollen die Konzerne um seinen Einfluss im Militärrat gebuhlt haben, um für CNK die Verkaufsrestriktionen zu lockern und zum anderen die Verkaufsbedingungen der Reste von Tephlux für Tay Chen und Lunastar zu erleichtern. Mehrere Konzerne fordern bereits offen Hellingams Rücktritt. Schließlich kündigen der Parlamentarier der Erde ihre Zusammenarbeit mit dem Präsidenten und machen somit den Weg zu einem Misstrauensantrag frei. Da sich im Parlament eine breite Mehrheit gegen den Präsidenten bildet, kommt Hellingam den Parlamentariern zuvor und kündigt seinen Rücktritt an, während ein Untersuchungsausschuss die letzten Details der Affäre untersucht. Maurice Luyderain wird als neuer Präsident der Union Terras und ihrer Kolonien gewählt und wechselt als erste Amtshandlung einen Großteil der Minister aus. John Theodore Hellingam zieht sich verbittert aus dem öffentlichen Geschehen zurück und behauptet weiterhin standhaft, das Opfer einer geplanten Hetzkampagne der Konzerne zu sein.

August:
Eine große Reform des Kolonialgesetzes wird auf Druck des Militärrates und des Präsidenten im Unionsrat verabschiedet. Bedeutend ist nicht nur, dass vor allem für Konzerne viele bürokratische Stolpersteine für die Koloniegründung ausgeräumt werden, sondern auch dass die seit Jahren übliche Praxis, Sicherheitskräfte in Konzernkolonien des Randbereiches für echte Polizeitätigkeiten zu verwenden, jetzt ihre gesetzliche Legitimierung erhält. Als Folge des Gesetzes steigt die Zahl der inoffiziellen Kolonien der Konzerne im Randbereich drastisch an, da deren Meldepflicht durch die Reform quasi abgeschafft wurde. Lediglich bei offizieller Inbesitznahme der Kolonie durch den Konzern ist noch eine Anmeldung von Nöten. Als Folge dieser Regelung verschärft sich der Wettbewerb der Rohstoffkonzerne; vereinzelt kommt es zu ernsthaften Konflikten um Systeme zwischen Tuuron Mining, Lunastar und Titanis, bei denen auch Menschen getötet und Schiffe und kleinere Stationen zerstört werden. Die Raumflotte muss sich mehrere Male zwischen die Fronten stellen, um Konflikte zu vermeiden.
Ex-Präsident Hellingam taucht vollständig unter und ist in der Union nicht mehr auffindbar. Gerüchten zufolge soll er von Delress Knéthassréhd ShorraŽ angeboten bekommen haben, am Hofe im Ksnedak persönlicher Berater der Imperatrix in menschlichen Angelegenheiten zu werden. Ob er - im Falle der Korrektheit des Gerüchtes - das Angebot angenommen hat, ist nicht bekannt, auch wenn viele darüber spekulieren.
Inzwischen verlieren ein paar der Beweise der Schmiergeldaffäre an Substanz. Vermutungen zufolge sollen die Konzerne einiges an Informationen zugedichtet haben, um den ungeliebten Präsidenten loszuwerden. So sehr sich die Gerichte um Aufklärung bemühen, so laufen sie jedoch beim Untersuchungsausschuss vor eine Wand, ebenso wie bei den Unternehmen.

Dezember:
Aus einer undichten Stelle in der Raumflotte gelangt eine angebliche Nachricht an die Öffentlichkeit, die für große Aufregung sorgt und vom Obersten Flottenkommando entschieden dementiert wird. Dieser zur Folge sollen einige höhere Offiziere in den letzten Monaten mehrmals Kontakt mit einigen Führungspersonen der Tsrit gehabt und mit diesen Verhandlungen geführt haben. In vielen Systemen kommt es zu Protesten, in denen gegen den mutmaßlichen "Ausverkauf der Menschheit" seitens der Raumflotte demonstriert wird, obwohl sich diese - oder zumindest ihr Großteil - keiner Schuld bewusst ist. Nach den Aussagen mehrerer hoher Offiziere der Raumflotte vor dem Unionsrat und einigen Untersuchungen innerhalb der sich bewusst transparent gebenden Raumflotte ebben die Tumulte mit der Zeit ab.

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Terranische Union - Der Konzern CNK/GNK
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Verfasser: Peter Hildebrand
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