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Das Universum 
Terranische Union 
Zeittafel 2296-2308 
Die Jahre 2301-2308 
Kreuzzug: '02 
Das Jahr 2302: Kreuzzug
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Januar:
Nach fast dreijähriger Analyse der Sicherungssatelliten von Oculus finden Wissenschaftler endlich die entscheidende Schwachstelle in den Verteidigungssystemen der Tsrit und entwickeln daraus eine Angriffsstrategie zur Zerstörung der Kolonien. Der größte Militärschlag in der Geschichte der Terranischen Union, Codename "Crusade", wird vorbereitet. Alle Vorbereitungen werden strikt geheimgehalten. Kein Wort dringt an die Öffentlichkeit, auch wenn Gerüchte von der Entdeckung einer Schwachstelle umhergehen.
Der Militärrat beschließt in einer geheimen Sitzung die Freigabe zusätzlicher Mittel zur Umrüstung von Transportern in spezielle Täuschkörpertransporter sowie in den Bau neuer Torpedoboote und Spezialschiffe mit holographischen Projektoren.

Mai:
Der Großteil der zusätzlich produzierten Raumflottenschiffe wird in den Flottenverbänden 4, 10, 14 und 16 stationiert, die zusätzlich mit modernster Technologie ausgerüstet werden. Die etwa dreizehn Millionen Soldaten der insgesamt 39 Flotten, die diesen Verbänden unterstehen, werden am Ende des Monats in Alarm- bzw. Abflugbereitschaft versetzt. Erst jetzt dringen Meldungen über einen unmittelbar bevorstehenden Militärschlag an die Öffentlichkeit.

Juni:
Der Delress (Imperator) des Ksnedak, dem srakhischen Imperiums, Átnassúr GsnorzhóŰ, stirbt mit fünf seiner engsten Minister im Feuer der Abwehrsatelliten von Sknesser, der Heimatwelt der Srakhs. Zunächst erscheint der Abschuss seines Raumschiffes eine katastrophale Fehlfunktion der Abwehrsatelliten zu sein; weitere Untersuchungen der Systeme legen jedoch Sabotage nahe. Als dann in den sabotierten Hochsicherheitssystemen menschliche DNA und Spuren terranischer Technologie gefunden wird, vermutet die restliche Regierung des Ksnedak eine Aktion des Terranischen Geheimdienstes, der dies heftigst dementiert. Die restliche Regierung des Ksnedak droht der Terranischen Union mit militärischer Gewalt, falls diese dem Imperium die Einsicht in die Unterlagen des Geheimdienstes verweigert. Da dies offensichtlich einen Eingriff in die staatliche Souveränität der UTC darstellt, lehnt Präsident Hellingam ab, und der Geheimdienst beteuert weiterhin, an der Aktion nicht beteiligt gewesen zu sein. Im Ksnedak wird ein Teil der imperialen Marine mobilisiert, während zwei Flottenverbände der Raumflotte vom Osten der UTC zu den obernördlichen Systemen abgezogen werden. Die Operation "Crusade" wird verschoben.

Juli:
Als Dritte in der Nachfolgerliste von Delress Átnassúr GsnorzhóŰ wird die noch minderjährige Beraterin des Delress in menschlichen Angelegenheiten, Knéthassréhd ShorráŰ zum neuen Delress erhoben, da ihre Vorgänger ebenfalls beim Anschlag ums Leben kamen. Ihr gelingt es zunächst, die Wogen zu glätten und einen gewaltsamen Konflikt zu vermeiden, indem sie durch mehrere Rücksprachen mit Präsident Hellingam vollen Zugriff auf alle genetischen Datenbanken (inklusive der des Geheimdienstes) der UTC erhält. Ein Vergleich mit der gefundenen DNA führt zum Ergebnis, dass es sich bei dem mutmaßlichen Attentäter wahrscheinlich um den Nachfahren von zwei seit über 30 Jahren verschollenen Menschen handelt. Für zwei Tage zieht sie sich zwecks Beratungen mit einigen hohen Offizieren der imperialen Marine und ihrem Informationsminister vollkommen aus der Öffentlichkeit zurück; anschließend erklärt die Delress die Krise für beendet und entschuldigt sich für das Missverständnis. Die Truppen auf beiden Seiten werden abgezogen. Die Untersuchungsakten der imperialen Marine gelangen unter Verschluss.

August:
Mit acht Wochen Verspätung startet am 17. August die Operation "Crusade" eine Woche nach der Wiederwahl Hellingams zum Präsidenten. Innerhalb weniger Stunden machen sich mehr als 13.000 größere Schiffe auf dem Weg, zu denen auch etwa 500 Schiffe der Lengroah gehören, um in der ersten Phase des Angriffes 8 Kolonien der Tsrit zu zerstören. Weiteren 1.500 Schiffen der Konzerne wird befohlen, die Patroullien im Gebiet der Union aufrecht zu erhalten. Am 20. August beginnt die Belagerung der ersten drei Systeme mit den Codenamen Edessa, Jerusalem und Antiochia. Einen Tag später dringen die Schiffe der Raumflotte in die restlichen fünf Systeme der ersten Invasionswelle, Tripolis, Marash, Konstantinopel, Lydda und Tyros, ein. Innerhalb weniger Stunden sind die in den meisten Systemen stationierten Schiffe der Tsrit zerstört; lediglich in den Systemen Jerusalem und Marash sind so große Verbände stationiert, dass diese den Streitmächten der Erde ernsthaft Widerstand leisten können, jedoch nur bis zum 24. August.
Mit Hilfe von vorher exakt berechneten Täuschungsmanövern gelingt es der Raumflotte, die bisher als unüberwindbar geltenden Verteidigungssatelliten der Tsrit-Kolonien auszutricksen. Die Tsrit reagieren auf diese Angriffsmethode erst spät mit der Abschaltung der verwendeten Algorithmen und steuern die Satelliten selbst. Dadurch schlägt die Raumflotte mit verhältnismäßig geringen Verlusten innerhalb von fünf Tagen ein Loch in die Verteidigung von sieben Kolonien und beginnt mit der totalen Zerstörung durch Bombardement. Lediglich der Angriff auf Jerusalem liegt wieder nicht im Zeitplan.

September:
Kurz nach der erfolgreichen Zerstörung der Kolonien Edessa und Antiochia beginnen die ersten Gegenangriffe der Tsrit. Größere Verbände fallen in die Systeme Marash und Lydda ein, während die Schiffe der Tsrit in Edessa und Antiochia nur noch Trümmer vorfinden und darauf hin Kurs auf Jerusalem nehmen. Gleichzeitig beginnt die Raumflotte mit der Invasion in zwei weitere Systeme, Sidon und Tortosa. Durch die Verwendung von Störsendern gelang es den Tsrit bisher nicht, Informationen über die Angriffsstrategie aus angegriffenen Systemen an andere Kolonien weiterzuleiten.
Amá7.áSeptember ist die Bombardierung der Kolonien in Tripolis, Konstantinopel und Tyros abgeschlossen. Die Schiffe von Tripolis und Tyros nehmen Kurs auf eine elfte Kolonie, Ascalon, während der Verband von Konstantinopel den Schiffen in Jerusalem zu Hilfe eilt. Gleichzeitig passiert jedoch ein Flottenverband von Tsrit-Raptoren und mehreren Tsrit-Kreuzern mit Remigatoren ungehindert die verminte Grenze zur Terranischen Union, dringt in das System Anubis im militärischen Sperrgebiet der UTC ein und greift die nur schwach verteidigte Basis des 14. Flottenverbandes an.
Amá9.áSeptember beginnt die Entscheidungsschlacht um Jerusalem, die zwischen dem schon geschwächten 4. Flottenverband mit noch 2.600 Schiffen und den etwa 3.500 Tsrit-Schiffe stattfindet. Am selben Tag gelingt der Raumflotte der Vernichtung der gegnerischen Flotte in Marash und beendet die Bombardierung der Kolonie. Die Schiffe steuern Jerusalem an, um den 4. Flottenverband zu unterstützen.
Amá10.áSeptember gelingt den Tsrit drei Stunden vor Eintreffen der Schiffe der Raumflotte die Vernichtung von Anubis. Der Verband verschwindet wieder mit unbekanntem Ziel.
Amá11.áSeptember ziehen sich nach einer zweitägigen Schlacht die restlichen Schiffe des 4. Flottenverbandes aus Jerusalem zurück und werden von den Schiffen aus Marash abgelöst. Gleichzeitig vermeldet die Raumflotte jedoch den Durchbruch in der Verteidigung von Sidon. Noch am gleichen Tag greift der schnelle Tsrit-Verband im System Calypso die Basis des 16. Flottenverbandes an, die ebenfalls nur schwach verteidigt wird. Glücklicherweise befinden sich wenige Lichtjahre entfernt sechs Flotten auf Patroullie, die sofort Kurs auf Calypso nehmen.
Amá12.áSeptember erhalten die Tsrit-Verbände in Jerusalem Verstärkung und zwingen die restlichen Schiffe der Raumflotte im System zum Rückzug. Damit ist die Belagerung von Jerusalem gescheitert und die Tsrit erhalten zum ersten Mal Informationen über die bisherige Angriffsmethode der Union. Diese werden im ganzen Raum der Tsrit bekannt; der Überraschungseffekt ist mit dem Zeitpunkt dahin, wo die restlichen Kolonien der Tsrit ihre Verteidigungseinrichtungen auf Handbetrieb schalten. Am selben Tag jedoch fügen die sechs Flotten des 19. FV dem schnellen Tsrit-Verband so schwere Verluste zu, dass sich dieser in Tsrit-Territorium zurückzieht. Trotzdem wurde die Basis auf Calypso verwüstet. Desweiteren gelingt dem 14. FV die Bezwingung der Verteidigungsanlagen auf Ascalon. In den Regierungsorganen entfacht sich ein Streit über die weitere Vorgehensweise. Präsident Hellingam spricht sich öffentlich gegen eine Fortsetzung der Operation aus, wird aber im Militärrat knapp durch Militär und einige Konzerne überstimmt.
Amá13.áSeptember dringt eine weitere große Streitmacht der Tsrit in Tortosa ein und vertreibt die dortigen Schiffe der Raumflotte von der Kolonie. Diese nehmen Kurs auf Lydda, da die Raumflotte in diesem System durch den seit 10 Tagen andauernden Kampf mit den Tsrit fast aufgerieben wurde und somit die Zerstörung der dortigen Kolonie nicht abschließen kann. Eine weitere, kleinere Streitmacht dringt in Ascalon ein und wird dort vom 14. Verband verjagt.
Amá14.áSeptember dringen Tsrit-Schiffe erneut in Lydda ein und verjagen die Reste der fünf Flotten des 16. Flottenverbandes. Außerdem vereinigen sich die Tsrit-Streitkräfte aus Jerusalem und Tortosa mit einigen hinzugekommenen Verbänden und nehmen Kurs auf das Territorium der Menschheit. Präsident Hellingam befiehlt daher gegen den Willen mehrerer hochrangiger Generäle und Admiräle des Militärrates den Rückzug aus dem Tsrit-Territorium. Die restlichen Schiffe des 4. und 16. Flottenverbandes ziehen sich gemeinsam sofort zurück, während die eine Hälfte des 10. FV ihren Weg nach Lydda abbricht und diesen Schiffen Geleitschutz gibt. Die andere Hälfte setzt ihre Zerstörung von Sidon fort, ebenso der 14. Flottenverband die Vernichtung der Kolonie aus Ascalon.
Amá16.áSeptember beendet der 14. Flottenverband die Vernichtung der Kolonie in Ascalon und begibt sich ebenfalls auf den Rückzug. Außerdem treffen der 9. FV, der in der Nähe der Srakhs stationiert ist, und weitere 400 Schiffe der Lengroah in der militärischen Sperrzone ein.
Amá17.áSeptember dringt kurz vor Beendigung des Bombardements von Sidon ein kleiner Verband der Tsrit in das System ein und verzögert die endgültige Vernichtung der Kolonie um weitere Stunden. Trotzdem gelingt es der Raumflotte, noch am selben Tag die Aktionen in Sidon abzuschließen.
Amá18.áSeptember gerät der Tsrit-Verband beim Passieren der Grenze zur UTC in ein Minenfeld und muss mittelschwere Verluste hinnehmen. Nach Zerstörung des Minenfeldes nimm er Kurs auf Amun, der Basis des 10. Flottenverbandes.
Amá19.áSeptember beginnt die Entscheidungsschlacht um Amun. Eine halbe Stunde, nachdem fast 10.000 Schiffe der Tsrit in das System eindringen, kommen der 1. und der leicht mitgenommene 14. Flottenverband der Basis zur Hilfe. Eine weitere Stunde später gelangen noch der 9. und der 13. FV in das System, um Amun zu verteidigen. Die größte Schlacht seit dem terranischen Kniefall 2238 beginnt.
Amá21.áSeptember zeichnet sich trotz schwerer Verluste in Amun ein leichter Vorteil für die Raumflotte ab, auch wenn die Basis bereits schwer beschädigt wurde. Verstärkung erhält die Raumflotte durch die knapp 800 Schiffe der Lengroah, die etwa gegen Standardzeit 0,7 bzw. 1700 Uhr in das System springen und sich am Kampf beteiligen. Leider kommt es durch die Mischung der Lengroah-Schiffe mit denen der terranischen Union vereinzelt zu schweren Kollisionen aufgrund der unterschiedlichen Ausweichmanöver beider Rassen.
Amá23.áSeptember erreichen sowohl der restliche 10. und der 18. Flottenverband als auch 3.500 weitere Tsrit-Schiffe, die durch die Lücke im terranischen Minennetz gekommen sind, das System Amun, was die Kämpfe weiter anheizt.
Amá25.áSeptember greift ein zweiter, kleinerer Tsrit-Verband unerwartet die Kolonien Tal Vaistra und Hamphast im Nordosten der Union an. Die Konzerntruppen von Tay Chen, Tephlux, UAT und Schnarder, die mit Konzernkreuzern in der Nähe patroullieren, nehmen Kurs auf die bedrohten Kolonien.
Amá27.áSeptember bezwingen die Tsrit die Konzernschiffe und zerstören Tal Vaistra und Hamphast, ohne auch nur einen einzelnen Kolonialisten zu verschleppen. Danach ziehen sich die Schiffe aufgrund ihrer schweren Verluste zurück und werden im terranischem Raum nicht mehr gesichtet.

Oktober:
Amá2.áOktober endet die Schlacht in Amun mit dem Sieg der Union und der vollständigen Zerstörung der restlichen dort noch befindlichen Tsrit-Schiffe. Die restlichen Schiffe der UTC nehmen in und um die Sperrzone herum eine taktisch günstige Verteidigungsposition ein, um weitere Verbände der Tsrit abfangen zu können.
Scheinbar haben jedoch die Tsrit die Lust am Kämpfen im großen Maße verloren. Lediglich am 15. und 22. Oktober werden noch Überfälle auf kleine Minenkolonien vermerkt, die innerhalb weniger Stunden vernichtet werden. In der Union beginnt der Wiederaufbau nach dem Feldzug, von dem nicht so recht klar ist, ob er nun erfolgreich war oder nicht. Immerhin gelang der Union die Zerstörung von acht Kolonien der Tsrit mit insgesamt 20 Milliarden Einwohnern sowie die Zerstörung von knapp 20.000 größeren Schiffen. Auf der Verlustseite sind aber nicht nur die Kolonien Tal Vaistra und Hamphast mit knapp 400 Millionen Toten zu beklagen. Von der Raumflotte wurden die Basen von drei Flottenverbänden (Amun (10.), Anubis (14.) und Calypso(16.)) zerstört und drei Verbände (4., 9. und 16) fast vollständig aufgerieben; fünf weitere Verbände (1., 10., 13., 14. und 18.) haben schwere Verluste zu beklagen, womit die Schlagkraft der Raumflotte um ein Viertel gesunken ist. Insgesamt verlor die Union 16.000 größere Schiffe, darunter 400 Konzernschiffe und 300 Schiffe der Lengroah. In der Raumflotte fielen innerhalb weniger Wochen knapp vierzehn Millionen Soldaten. Zusätzlich hat die Raumflotte ihren taktischen Vorteil in Bezug auf den Angriff von Tsrit-Kolonien wieder eingebüßt, und die Operation hat mit dem schnellen Tsrit-Verband gezeigt, dass die Tsrit bereits eine genügende Anzahl an Schiffen besitzen oder zumindest besaßen, um die Minenfelder der Union umgehen zu können. Im ganzen Sektor macht sich auf beiden Seiten der Grenze nervöse Stille breit.

Dezember:
Nach dem Bekanntwerden der Verluste werden in mehreren westlichen Kolonien aufgrund der starken Verluste der Operation "Crusade" wieder Vorbehalte über die "aggressive und inkompetente Kriegsführung der Raumflotte" geäußert. Vor allem die Präsidenten der Kolonien Catulpapatl, Cungambo (J.M. Donovan wurde inzwischen wieder abgewählt), Jordansrock, Laville, Karnyansk und Neuleben erheben ihre Stimme gegen den Militärrat; sechs andere Kolonien symphatisieren mit den Wortführern. Die Kolonien forden die Auflösung des Militärrates, und die Unterstellung der Raumflotte unter einen föderalen Rat. Falls dies nicht geschehe, drohen mehrere Kolonien mit nicht näher genannten Konsequenzen. Die Forderungen und Drohungen werden in der Öffentlichkeit größtenteils belächelt und nicht ernstgenommen, sondern als typisch westliches Gehabe abgekanzelt. Lediglich in einigen Einheiten der Raumflotte und der ISA sorgen die Äußerungen im Gedenken an die Ereignisse vor 5 Jahren für stärkeres Stirnrunzeln.

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Verfasser: Peter Hildebrand
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